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Ein kurzer Abriss seiner Geschichte

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Historische Aufnahme von Herborn
Das Herborner Schloss wird 1307 erstmals urkundlich erwähnt, damals noch als Burg. Diese Burg ist vermutlich um 1251 erbaut worden, zur gleichen Zeit wie die Stadtmauer. Zu dieser Zeit erhielt Herborn seine Stadtrechte.

Das Schloss wechselte in seiner Geschichte häufig seine Besitzer, seine Funktion und sein Aussehen. So war es Witwensitz, Waffenschmiede und möglicherweise sogar Münzpräge. Außerdem wurden in ihm Dienstwohnungen für den Herborner Amtsmann und zu anderer Zeit für die Professoren der Hohen Schule eingerichtet. Auch war hier die Bibliothek der Hohen Schule untergebracht. Im deutsch-französischen Krieg 1870 bis 1871 diente es als Lazarett.

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Heutige Ansicht des Schlosses
Trotz oder gerade wegen der vielfältigen Nutzung drohte das Schloss zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu zerfallen. 1835 sollte es verkauft werden, um abgerissen zu werden. Daraufhin organisierten sich die Herborner Bürger und es gelang ihnen, den Abbruch zu verhindern. Heute ist das Herborner Schloss im Besitz der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die hier ihre Pfarrerinnen und Pfarrer ausbildet.