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Die alte Bibliothek

Das Theologische Seminar beherbergt und unterhält die theologische Bibliothek der ehemaligen Herborner Hohen Schule, einer kleinen reformierten Universität, die von 1584 bis 1812 bestand. Sie zählt etwa 3650 Bände mit knapp 8000 Titeln. Neben einigen Handschriften und 67 Incunablen ("Wiegendrucke", also Buchdrucke aus der Anfangszeit des Buchdrucks vor 1500 n. Chr.) stammt nahezu der gesamte Bestand aus dem 16. und 17. Jahrhundert und ist in seiner Geschlossenheit ein einmaliges Zeugnis reformierter Theologie und ein kostbares Juwel frühneuzeitlicher Buchkunst.

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Die Alte Bibliothek ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Zur wissenschaftlichen Arbeit können Bücher der Alten Bibliothek in den Räumen der Bibliothek genutzt werden. Führungen für interessierte Gruppen sind nach telefonischer Absprache mit der Bibliotheksleiterin Gudrun Thiel-Schmidt (Tel. 02772/6462-103) möglich.

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Nachdem um 1440 der Buchdruck von Johannes Gutenberg erfunden worden war, begann sich die neue Technik in den folgenden Jahrzehnten in ganz Europa zu verbreiten. Ohne ihn wäre der Erfolg der Reformation im 16. Jahrhundert wohl nicht denkbar gewesen. Um Material für den Umschlag zu sparen, begann man auch damit, gedruckte Bücher mit den Seiten älterer Handschriften "einzubinden":

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Prof. Dr. Hans E. Thomé präsentiert Kostbarkeiten aus dem Tresor der Alten Bibliothek: Links unten das Immatrikulationsverzeichnis der Herborner Hohen Schule, beginnend im Gründungsjahr 1584. Einige der Studenten sind später bedeutende Theologen geworden. Rechts ein Widmungsbüchlein mit Eintragungen berühmter Gelehrter und Theologen, darunter Philip Melanchton, Johannes Calvin und Martin Luther. Eine weitere Kostbarkeit stellt das einzige Originalexemplar der Flora Herbornensis dar.

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Immatrikulationsverzeichnis
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Widmungsbüchlein